Preis für Patient-Blood-Management-Programm

    • Preis für Patient-Blood-Management-Programm

      Meine Lieben,
      ein Programm zur Vermeidung von Bluttransfusionen wurde mit dem Preis: Swiss Quality Award 2016 ausgezeichnet.Schweizerische Ärztezeitung 2016;97 (Bilder zum Text im Anhang)
      8Bitte noch Thema Zeitungsartikel 2016 im Forum erstellen)

      Swiss Quality Award 2016: Die Gewinner (1)
      Nadja Jenni, Fabienne Hohl

      Zum siebten Mal wurde am 1. Juni 2016 der Swiss Quality Award während des Nationalen Smposiums für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen verliehen. Der Preis würdigt praxiserprobte und zukunftsweisende Qualitätsprojekte und ist mit 22 Patronatspartnern im Gesundheitswesen breit abgestützt*.
      Für den Swiss Quality Award 2016 wählte die interdisziplinär zusammengesetzte Jury von Qualitätsexpertinnen und -experten aus beinahe 40 eingereichten Projekten die Gewinner in den Preiskategorien «ambulant», «stationär» und «sektorübergreifend». Jede Kategorie ist mit 10 000 Franken dotiert. Zudem kürte eine weitere fachkompetente Jury das beste Projektposter mit dem Swiss Quality Poster-Award, der mit 2000 Franken ausgezeichnet wird.
      Doch nicht nur die Gewinner profitieren vom Swiss Quality Award, denn nach der Preisverleihung werden die Projektposter der Gewinner und sämtlicher am Swiss Quality Poster-Award teilnehmenden Teams auf swissqualityaward.ch aufgeschaltet.


      Weniger Bluttransfusionen dank eines Patient-Blood-Management-Programms mit Monitoring und Feedback
      Narun Mehra, Donat R. Spahn
      Bluttransfusionen sind für Patienten nicht risikofrei [1] und zudem kostenintensiv. Patient Blood Management

      (PBM) ist ein umfassendes Konzept, welches eine präemptive Reduktion des Bedarfs an allogenen Blutprodukten anstrebt, mit dem Ziel einer höheren Patientensicherheit und eines verbesserten Outcomes. Eine tragende Säule des PBM-Konzepts ist die Einführung restriktiver Transfusions-Trigger [2] im Rahmen von anerkannten und akzeptierten Transfusionsrichtlinien. Trotz deren Einführung 2012 sank die Zahl der Transfusionen am UniversitätsSpital Zürich nicht. Erst das PBM-Monitoring-und-Feedback-Programm, welches in enger Abstimmung mit den Klinikdirektoren und in Zusammenarbeit mit der IT umgesetzt wurde, reduzierte die Anzahl an Bluttransfusionen pro 1000 Patienten innerhalb eines Jahres um über 25%, wodurch sich Ausgaben von ca. 2 Millionen CHF vermeiden liessen [3].
      Hierzu wurde jede Verordnung einer Transfusion elektronisch erfasst. Die Transfusionen wurden quartalsweise bezogen auf den letzten, der Transfusionsverordnung vorausgehenden Laborwert ausgewertet, im Rahmen einer überparteilichen Kommissionssitzung analysiert, diskutiert und die Ergebnisse den Kliniken im Rahmen eines Reportings übermittelt.
      Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, dass erst die Einführung einer transparenten Ergebnismessung und deren Diskussion in einem kollegialen Umfeld die Umsetzung gemeinsam beschlossener Leitlinien sicherstellt. Monitoring-und-Feedback-Programme sind auch in anderen Bereichen wie z.B. Thromboseprophylaxe und Medikamentensicherheit denkbar. Die Ausweitung solcher Programme auf andere Bereiche und andere Spitäler könnte die Patientensicherheit auf nationaler Ebene massgeblich verbessern.
      Dateien
      Mein Bibeltext: Jeremia 29:11